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Richard-Hartmann-Aktie
Anlässlich der ersten Chemnitzer Tage der Industriekultur vom 10.-12.September 2010 wird es auch in diesem Jahr wieder eine limitierte Richard-Hartmann-Aktie geben. Es werden nur 250 Zertifikate ausgegeben. Als besonderes Souvenir erhalten die ersten 30 Besteller der Richard-Hartmann-Aktie 2010 individuelle Zahnräder aus Drehmaschinen, die zu Zeiten Richard-Hartmanns in Chemnitzer Unternehmen im Einsatz waren.
Gründerzeit und Jugendstil
Villa Esche
Heute: Henry van de Velde-Museum
Henry van de Velde (03.04.1863-25.10.1957) baute von 1902-1903 und 1911 in der Parkstraße 58 ein Wohnhaus für den Textilunternehmer Herbert Eugen Esche, einen Kenner und Liebhaber zeitgenössischer Kunst. Der belgische Architekt, Produkt-, Garten- und Modegestalter und Designer gilt als einer der vielseitigsten Künstler des Jugendstils und als einer der Wegbereiter der Moderne in seinem Heimatland wie auch in ganz Europa. Mit dem Bau der Villa Esche in Chemnitz schuf van de Velde einen sehenswerten „Chemnitzer Palast“ mit weltweiter Ausstrahlung. Auch ein kleines Restaurant ist inzwischen untergebracht.

Deutlich erkennbar ist seine Handschrift auch in der Beyerstraße am Wohnhaus des Tintenfabrikbesitzers Dr. Theodor Koerner (1913–1914) und beim Hallenumbau der historischen Villa Quisisana im Jahr 1908.
 
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Kaßberg und Sonnenberg
In Chemnitz haben im Gegensatz zu anderen Städten nicht Fürsten ein reiches Kulturerbe hinterlassen, sondern einflussreiche Kaufleute und Großindustrielle für einen Fundus an Kunst und Architektur gesorgt. Durch das anhaltend große Wirtschaftswachstum und die Euphorie um die Reichsgründung von 1871 stieg die Nachfrage nach Wohnraum rasant an. Auf den Freiflächen rings um die Stadt wurden in rascher Folge zahlreiche Häuserkarrees und Fabrikantenvillen errichtet, so auch westwärts, als mit der "gehobenen" Bebauung des Kaßbergs der Stadtteil mit den repräsentativsten Wohnbauten entstand. Hier befindet sich heute eines der größten zusammenhängenden und aufwändig sanierten Gründerzeit- und Jugendstilviertel Europas.

Auch der Sonnenberg im Osten der Stadt verzeichnet viele sehenswerte Bauten jener Zeit, in der die Bevölkerungszahl zwischen 1865 und 1885 um das Doppelte auf 110.000 stieg und wiederum 20 Jahre später auf knapp 245.000.
 
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Tage der Industriekultur in Chemnitz
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