Henry van de Velde (03.04.1863-25.10.1957) baute von 1902-1903 und 1911 in der
Parkstraße 58 ein Wohnhaus für den Textilunternehmer
Herbert Eugen Esche, einen Kenner und Liebhaber zeitgenössischer Kunst. Der belgische Architekt, Produkt-, Garten- und Modegestalter und Designer gilt als einer der vielseitigsten Künstler des Jugendstils und als einer der Wegbereiter der Moderne in seinem Heimatland wie auch in ganz Europa. Mit dem Bau der Villa Esche in Chemnitz schuf van de Velde einen sehenswerten „Chemnitzer Palast“ mit weltweiter Ausstrahlung. Auch ein kleines Restaurant ist inzwischen untergebracht.
Deutlich erkennbar ist seine Handschrift auch in der Beyerstraße am Wohnhaus des Tintenfabrikbesitzers Dr. Theodor Koerner (1913–1914) und beim Hallenumbau der historischen Villa Quisisana im Jahr 1908.